1977-19-06

Led Zeppelin live
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1977-19-06

Beitragvon Berliner » Fr Mai 10, 2013 7:28 pm

Ein Abend mit Led Zeppelin
Der erste Ton erklingt und man fühlt sich zurückversetzt. Wobei der Begriff des katapultiert seins viel besser passen würde. Der Sound scheint derart klasse das man das Gefühl bekommt man steht in San Diego. Die Reise soll mich in einem „Mystery Train“, als Passagier eines der Konzerte 1977 an den Ort meines ersten Bootlegs tragen. Gekauft habe ich mir die Veröffentlichung von SIRA und war damals schon begeistert und bin heute wieder fassungslos. Doch diesmal dank Badgeholders. Und ja, auch dir-> Danke Mike! Ich steh direkt hinter dir … ich kann es fühlen! Das Konzert beginnt mit The Song Remains the Same und gibt einen recht guten Einstieg … allerdings nicht mit den TSRTS der LA-Gigs zu vergleichen … als Warm Up dennoch gelungen und schon beim ersten Ton zu The Rover/Sick Again wird einem bewusst das sie anders spielen als sonst! Sicherlich sind sie 1977 routiniert durch Amerika unterwegs und auch ist die Wahrnehmung immer verschieden. Viele empfinden die Band als zu aufgeblasen oder zu sluggish. Es mag auch daran liegen dass die Soundboardaufnahmen 77 nicht den drive der Jahre zuvor vermitteln und dry klingen. Alles ist auf große Hallen ausgelegt. Eine Audience-Aufnahme bringt die Aura am besten rüber (Danke Walter Benjamin für eine der schönsten Definitionen zu diesem Begriff – in: das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit). Doch grade diese „dry“ klingenden Soundboard-Aufnahmen werden so oft bevorzugt und konterkarieren gute Audience-Aufnahmen, da sie immer noch präferiert werden. (so erfreuen wir uns alle an den 75´er Soundboard-Revolution und erwarten dies auch von den LA Gigs 75 – doch dies wäre überflüssig!)
Was macht diesen Abend aber zu etwas besonderem. Das Solo in Sick Again am Ende ab Minute 6 zeigt einen sehr lauten Page der wirklich excellent spielt. Bonham leidet an diesem Abend unter Lebensmittelvergiftung und Moby Dick wurde aus dem Set gestrichen. Dies bedeutet allerdings nur, dass sich der Rest Band und vor allem Page besonders reinhauen um eine gute Performance zu geben. Entgegen vieler Kritiken zu diesem Konzert „Worst-Performance“, möchte ich mich der Meinung von Argenteumastrum.com anschließen, „this show is wonderful. Jimmy Page is playing some of the best guitar I have ever heard, and despite his back problems during this show, Jonesy is amazing on bass and keyboards”. Nobodys Fault But Mine wird ab 4:30 Minute wirklich besser als an etlichen anderen Abenden. Für mein Empfinden war dies immer der Schwachpunkt jedes Konzertes. Heute ist er wirklich gut gespielt. Und um eines klar zu stellen. Entgegen vieler harscher Kritiken möchte ich diesen Abend als sehr gut hervorheben und er wäre vlt der letzte Wunsch an meinem „In My Time Of Dying“. Was für ein Einstieg.
Der Mystery Train ist angekommen und wir steigen aus und ich erinner mich an die größte Band der Welt . Zwar durfte ich sie nie Live erleben aber eines vergisst man nie. Den ersten Kuss. Since I´ve Been Loving you klingt abscheulich gut und ist für mich 1977 bis auf wenige Ausnahmen immer erste Sahne. Doch was hier geboten wird ist insbesondere von Jimmy besser als in LA eine Woche später. Im übrigen ist auch die Stimme von Robert wirklich mehr als solide. Für mich klingt sie beinah so gut wie 72. Es liegt einfach daran das er sich an die Situation gewöhnt hat und nicht so rumkrächzt wie in der US Tour 73 oder 75. No Quarter zeigt schon zu Beginn was dies bedeutet. Er singt mit dem Gefühl eines Gottes. Bei 3:00 Minuten explodiert er das erste Mal und schon wieder schließe ich meine Augen und stehe direkt hinter Mike the Mike und dann in einer Bar die sich mitten auf der Bühne befindet. Wir genehmigen uns einen Drink bei 7:00 ->Danke für dieses No Quarter. Es klingt durch diese fantastische Aufnahme so gut… „it rocks“ (AA)
Ten Years Gone und Plant klingt als würden sie 5 Jahre zurückversetzt … Auch aufgrund eines fantastischen Solos von Jimmy gehört dies zum Highlight des Abends… Es wird auch deutlich das Bonham verschnaufen sollte ;) Apropos Highlight und apropos Plant… in The Battle Of Evermore und Going To California singt er nun entgültig wie 72. Sie wirken so straight, so cool und man findet sich im „Mystery Train“ wieder… Es ist ein Jammer, dass sie solche kleinen Gimmigs nicht öfters eingebaut haben! Bonzo hat sich für den Acoustik Teil erstmal eine Auszeit genommen. Wie in manchen Foren geschrieben wurde, hätte man dieses Konzert auch aufgrund „Jimmy´s Off night“ (theyearofledzeppelin) besser hätte absagen sollen. Sicherlich ist vieles strittig zu sehen. Aber selten fühlte man sich so nahe bei der Band wie an diesem Abend. Sie wirken menschlich und spielen keine reinen Bluessets wie 69. Die Stücke sind so schwer zu arrangieren und alles muss auf den Moment passen. Im Grunde sind sie vlt. selbst ein bisschen Schuld, solche hammer Songs auf die Bühne bringen zu wollen. Jeder der Gitarre spielt kann beurteilen was ich meine! Black Country Women und Bron-Y-Aur Stomp zeigen allerdings, dass es sich an diesem Abend um einen wirklichen Dancing Day handelt und die Behauptung Jimmy hätte eine Off Night, nur von jmd. geschrieben werden kann der die Musik dieser Band nicht wirklich verinnerlicht hat, oder versucht diesem Konzert nie eine richtige Chance zu geben. Vor allem wird dies im Bezug zu den Maryland Shows deutlich und auch wenn Bonzo leider zum Teil einen Ausfall hat ist dieses Konzert ein Genuss!!!
Was ist eigentlich mit Bonzo? Er sitzt wieder im Mystery Train und die Fahrt geht weiter. Diesmal stiegen wir in Kashmir aus und es wird deutlich, dass Bonham die kurze Pause gut getan hat. Was grade bei diesem Song sehr wichtig ist. Denn er steht und fällt mit Bonham! Dave Grohl meinte nicht umsonst, als er Kashmir spielen konnte war es ein leichtes jeden Song von Nirvana zu spielen. Nichts gegen Nirvana, aber Kashmir ist eine fremde Welt und nicht nur räumlich für viele Menschen unerreichbar. Wir werden getragen und schweben dahin mit einer Leichtigkeit, Sicherheit und Kontinuität die wohl niemals ein Zug in Indien generieren könnte. 6:30 Min es steigert sich immer noch!!! Die Sonne blendet uns und wir sind in Walhalla. Für mich zählt dies zum bisher schönsten Moment des Abends – ab 6:30 bis zum Ende des Songs -> Sekunden voller Magie! Ich verlasse nun den Mystherie Train und lass euch allein mit Mike … steigt jedoch nicht aus und genießt die Fahrt bis zum Stairwy to Heaven im Olymp des Rock`n Roll!!
Um das restliche Konzert nicht unkommentiert zu lassen: Anyhow, this show is great, and No Quarter, Ten Years Gone and Achilles Last Stand rock! Jimmy is on; this is his show. (AA)
Ich freu mich wenn ihr bewusst diesen Teil des Konzerts hören konntet… die letzte Station solltet ihr alleine fahren und eure eigene Meinung bilden… meine Absicht ist nur die, dass man jegliche Kritik immer kritisch sehen sollte ich diesen Abschnitt 77 immer als mehr oder weniger 7. LA Gig gesehen hatte…
Berliner
 

Re: 1977-19-06

Beitragvon who-zep64 » Fr Mai 10, 2013 8:07 pm

@ chris :bravo: Es ist schön das du das so siehst und die Musi`so hörst.Das ist wichtig und so muß es sein .Das ist was zählt :super:Das Zep-fest übrigens ist in Ludwigsburg Im Schlagzeugmuseum am 16.08 .Vielleicht bis den. Steven :ciao:
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